Aufkommen der Familiennamen.
Im zwölften Jahrhundert begann man mit der Einrichtung von Pfarr- und Gemeinderegistern. Es zeigte sich bald, dass die bisher gebrauchten bloßen Personennamen zur sicheren Unterscheidung der Einwohner nicht mehr genügten. Es kamen daher die meist jetzt noch geltenden Familiennamen in Gebrauch. In der Regel waren es Bezeichnung der Wohnstätten, Berufsart, besondere Eigenheiten oder vielfach auch Übernamen, die der betreffenden Familie wahrscheinlich schon lange anhafteten.
Der Familienname Schlumpp ist eindeutig 1725 bei Eintragung im Tauf- und Sterberegister Muthmannhofen entstanden und hieß ursprünglich Schlumpf.. Dieser Name Schlumpf erscheint zum ersten mal vor etwa 700 Jahren in den verschiedenen Schweizer Archiven und Chroniken.
Über die Bedeutung des Ausdruckes 'Schlumpf' hat das schweizerische Idiotikon folgende Erklärungen bereit.
a. Quantitätsbezeichnung
- Soviel Speise, als ein Mensch (oder Tier) auf einmal in den Mund nehmen kann.
- Großer Bissen oder Schluck, Mund - bzw. ein Maulvoll
- Ein gehäufter Löffel oder eine Hand voll, z.B 'nimm an rechten Schlumpf' (nimm einen großen Schluck),
b. Sache
- Haufen; Masse; Geld; plötzliches Glück, z.B. 'Er hat Schlumpf g'habt' (bei einer Erbschaft)
- Löffel
- Baumstumpf; Wurzelstock
- Erde, z.B. s'hät en Schlumpf üsi zerrt' so sagt man bei einem Erdrutsch im Kanton Appenzell
Ob nun der erste Schlumpf durch einen großen Bissen, einer großen Erbschaft oder durch einen Glücksfall zu seinem Namen gekommen ist, konnte nicht erforscht werden. Es steht jedem frei, seine eigene Bedeutung auszusuchen.